Dem Fachkräftemangel entgegensteuern: So bleibst du als Kanzlei attraktiv auf dem Arbeitsmarkt

Wonach Jobsuchende Ausschau halten
Dem Fachkräftemangel entgegensteuern: So bleibst du als Kanzlei attraktiv auf dem Arbeitsmarkt

Die Steuerbranche ist mehr denn je vom Fachkräftemangel geprägt. Gerade deshalb können Jobsuchende mit geeigneter Qualifikation fast nach Belieben eine neue Kanzlei wählen. Deswegen recherchieren sie über ihre möglichen neuen Arbeitgeber:innen. Was genau und worauf ihr als Kanzlei achten solltet, haben wir für euch nachgeschaut.

Während immer mehr und mehr Leute sich aus der Branche in die Rente verabschieden, bleibt der Nachwuchs größtenteils aus. Die Problematik, Fachkräfte zu finden, wächst und wächst. Gerade daher ist es wichtig, als Kanzlei positiv aufzufallen, um die Menschen von sich zu überzeugen und gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung zu erreichen.

Wonach Kandidat:innen googeln

Gesucht wird nicht nur nach Google-Rezensionen, die häufig nur ein Bild davon vermitteln, wie die Kanzlei mit Mandant:innen gearbeitet hat. Immer beliebter werden Seiten wie Kununu oder Glasdoor, auf denen ehemalige Mitarbeiter:innen der Kanzlei ihr Bild von der Kanzlei oder ihre Erfahrungen als Angestellte:r teilen können, um möglichen Bewerber:innen ein gutes Feedback zu geben.

Dort wird etwa das Arbeitsklima, das Team oder die Führungskultur bewertet. Negative oder unklare Bewertungen beeinflussen das Bewerbungsverhalten stark.

Communities, Foren und Social Media

Wer sich durch diese Plattformen nicht gut genug informiert fühlt, der wird weiter im Internet nach Auskünften schauen. Hierbei kommen Communities und Foren ins Spiel, in denen sich Bewerber:innen direkt mit anderen austauschen und ihre Erfahrungen mitteilen können. Dadurch werden Erwartungen und Entscheidungen oft noch stärker geprägt.

Auch wenn eine Reputation nicht zwingend repräsentativ ist, kann sie natürlich abschreckend sein.

Wenngleich viele Kanzleien gar nicht auf Social Media aktiv sind, bietet es dennoch sehr viele Vorteile. Einblicke in Events, in das Büro oder Ähnliches kann dazu führen, dass sich der Arbeitsalltag viel intensiver vorgestellt werden kann. Das ermöglicht einen durchweg positiven Impact, wenn ein angenehmer Eindruck vermittelt werden kann.

Was macht das für Kanzleien so gefährlich?

Hier gibt es vielerlei Gründe, warum Kanzleien dadurch in Probleme geraten können. Wir haben sie für euch gesammelt.

Der Ersteindruck

Zumeist hören Menschen auf ihr Bauchgefühl. Wenn der erste Eindruck schlecht ist, löst es viele Alarmglocken aus, die einen zweiten, nicht befangenen, Eindruck gar nicht mehr zulassen.

Beispiel: Wenn potenzielle Talente bei der Google- oder Kununu-Suche vor allem unstrukturierte oder kritische Kommentare finden, kann das Vertrauen in die Arbeitgebermarke nachhaltig leiden.

Wahrnehmungsschaden durch veraltete oder irreführende Inhalte

Ältere Diskussionen, ungerechtfertigte Kritik oder schlechte Erlebnisse. Selbst wenn sie nicht mehr aktuell sind, gilt auch hier ein altbewährtes Sprichwort: das Internet vergisst nicht.

Beispiel: Jahre zuvor fühlte sich ein:e ausgeschiedene:r Mitarbeiter:in bicht fair behandelt oder trägt eine sehr negative Erinnerung in Bezug zur Kanzlei mit sich. Dies hallt nach, obwohl es schon lange her sein kann.

Die Erwartung an Transparenz

Bewerber:innen erwarten neben vielen anderen Themen auch und gerade Transparenz. Ein ,,guter" Job reicht nicht mehr, es wird tiefgründiger geschaut. Wie ist die Teamkultur, wie ist die Work-Life-Balance, was sind die Karrierechancen oder welche Benefits stehen zur Verfügung?

Beispiel: Als Kanzlei habt ihr zwar alles zu bieten, was gewünscht ist, gebt es aber nicht so offenkundig an, kann dies dazu führen, dass Bewerber:innen sich schnell woanders umschauen. Da, wo mehr Transparenz kundgetan wird.

Fazit

Gerade bei großen Kanzleien kann der Online-Auftritt nicht zu 100 Prozent perfekt verlaufen. Die Ausschau nach Trends bei Stellenbeschreibungen, dem Vermitteln von echten Chancen und sehr hoher Transparenz kann hier entgegenwirken. Wer nicht nur aktiv auf Bewerber:Innen zugeht, sondern auch auf Mitarbeiter:innen, kann für einen möglichst positiven Auftritt sorgen und attraktiv auf dem Arbeitsmarkt sein.

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