CustomGPTs sind individuelle KI‑Chatbots, die auf bestimmte Aufgaben spezialisiert sind. Zum Beispiel kann ein CustomGPT für dein Kanzlei‑Wiki Antworten auf häufige Fragen geben – etwa, was bei einer Mandatskündigung zu beachten ist. Der Clou: Du kannst solche Bots selbst erstellen und mit Kolleg:innen teilen, ohne Programmierkenntnisse.
Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie das funktioniert, worauf du achten solltest und warum sich der Einsatz besonders für Steuerfachangestellte lohnt.
Ein „CustomGPT“ ist im Grunde eine angepasste Version von ChatGPT – ein kleiner KI‑Assistent, der genau das kann, was du ihm vorgibst. Du definierst, welche Aufgaben er übernehmen soll, welche Sprache oder Tonalität er nutzt und welche Dokumente er kennt. So entsteht ein persönlicher Chatbot, der dich bei fachlichen oder organisatorischen Aufgaben unterstützt.
Ein Beispiel aus dem Kanzleialltag: Ein CustomGPT, der auf das interne Kanzlei‑Wiki zugreift, beantwortet Fragen wie „Wie läuft eine Mandatsaufkündigung ab?“ oder „Was ist bei der Fristberechnung zu beachten?“. Du bekommst präzise Antworten – schneller, als du sie im Intranet suchen würdest.
Gerade in Steuerkanzleien gibt es viele wiederkehrende Fragen und Abläufe. Mit CustomGPTs kannst du:
Die Anwendung ist so einfach, dass du keinen IT‑Hintergrund brauchst – ideal für Steuerfachangestellte, die sich mit digitalen Tools vertraut machen wollen.
Die Erstellung funktioniert direkt in ChatGPT (in der kostenpflichtigen Plus‑Version). Folge einfach diesen Schritten:
Stell dir das Einstellungsmenü wie ein Formular vor. Du trägst oben Name und Kurzbeschreibung ein; in der Mitte formulierst du deinen Prompt; unten lädst du Dateien hoch oder aktivierst Zusatzfunktionen. Mit jedem Eintrag wird dein CustomGPT spezifischer und hilfreicher.
Sobald dein CustomGPT fertig ist, kannst du ihn über den Button „Gemeinsam nutzen“ teilen. Es gibt drei Varianten:
Wichtig: Nur du als Ersteller:in kannst den CustomGPT bearbeiten. Andere sehen weder deine Einstellungen noch einzelne Chats – nur wie oft der Bot verwendet wurde.
Und das Beste: Kolleg:innen können den CustomGPT auch mit der kostenlosen ChatGPT‑Version nutzen. So reicht ein Plus‑Account für die Erstellung völlig aus.
Erstelle dir zu Beginn einen kleinen CustomGPT für den eigenen Arbeitsplatz. Zum Beispiel:
So lernst du spielerisch, wie KI‑Tools deine Arbeit erleichtern – vom Mandatsmanagement bis zur Kommunikation mit Mandanten.
CustomGPTs sind mehr als ein Techniktrend – sie sind ein Werkzeug, das dich im Kanzleialltag wirklich entlasten kann. Schon ein einziger selbst erstellter Assistent spart Zeit, schafft Überblick und macht Routineaufgaben leichter. Und wer früh damit startet, gewinnt einen echten Vorsprung im Umgang mit KI in der Steuerbranche.

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