
Steuerberater sind verpflichtet, Verdachtsfälle auf Geldwäsche an die Financial Intelligence Unit (FIU) zu melden. Allerdings gibt es Ausnahmen. Ein neues Merkblatt der Steuerberaterkammern schafft hier Klarheit.
Das Merkblatt enthält Listen mit meldepflichtigen und nicht meldepflichtigen Tätigkeiten.
Grundsätzlich müssen Steuerberater geldwäscherechtlich relevante Sachverhalte in Bezug auf ihre Mandanten melden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn die Informationen im Rahmen der Rechts- oder Steuerberatung oder einer Prozessvertretung erlangt wurden. Dieses sogenannte "Meldeprivileg" greift auch während der Mandatsanbahnung.
Nicht alle Tätigkeiten eines Steuerberaters fallen unter das Meldeprivileg. Vor allem einfache kaufmännische Hilfsleistungen wie reine Buchführung sind weiterhin meldepflichtig. Die Abgrenzung zwischen Beratung und Buchführung ist in der Praxis oft schwierig.
Ein wichtiger Anhaltspunkt: Tätigkeiten, die eine notwendige Grundlage für eine ordnungsgemäße Rechts- oder Steuerberatung bilden, gelten nicht als reine Buchführung. Vielmehr sind sie als beratungsnahe Tätigkeiten anzusehen und können damit von der Meldepflicht ausgenommen sein.
Praktischer Tipp: Steuerberater können sich folgende Frage stellen: Könnte auch ein Beruf ohne rechtliche Beratungskompetenz diese Tätigkeit ausführen?
Das neue Merkblatt der BStBK bietet eine wertvolle Orientierungshilfe, um Unsicherheiten in der Praxis zu vermeiden. Steuerberater und deren Mitarbeiter sollten sich regelmäßig über aktuelle Regelungen informieren, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
Eine Schulung bereitet Ihre Mitarbeitenden umfassend darauf vor, diese zentralen Ziele zu erreichen:

In der sich schnell wandelnden Welt der Steuerberatung kann technologische Kompetenz den entscheidenden Unterschied machen. Wer heute schon die Future Skills von morgen beherrscht, ist bestens gerüstet. In diesem Artikel erfährst du, welche Fähigkeiten in Zukunft besonders gefragt sind.
Mehr lesen
2026 bringt für Arbeitnehmer einige wichtige Änderungen, die du in der Steuerberatung auf dem Schirm haben solltest – egal, ob du Lohnabrechnungen machst, arbeitsrechtlich berätst oder „nur“ dein eigenes Gehalt besser verstehen willst. Besonders relevant sind der höhere Mindestlohn, die neuen Minijob-Grenzen und die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung.
Mehr lesen
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2023/970 macht Schluss mit vagen Gehaltsversprechen – demnächst wird dein Gehalt deutlich transparenter, vor allem schon im Bewerbungsprozess. Für dich als angehender Steuerprofi ist das doppelt spannend: Du verstehst die neuen Spielregeln fachlich – und kannst sie bei deinem eigenen Gehalt nutzen.
Mehr lesen
Über die bundesweite Plattform der Bundessteuerberaterkammer findest du jetzt Ausbildungsplätze, Praktika und Werkstudentenjobs in Steuerkanzleien – speziell für deinen Einstieg in die Steuerbranche.
Mehr lesen
Compliance gewinnt zunehmend an Bedeutung in vielen Branchen, und Steuerkanzleien sind hier keine Ausnahme. Die Frage, ob ein Compliance-Beauftragter notwendig wird, steht im Raum. Dieser Beitrag beleuchtet, wie ein solcher Beauftragter das Arbeitsklima und die rechtliche Sicherheit in Kanzleien verbessern kann.
Mehr lesen