
Die Abschlussprüfung für Steuerfachangestellte umfasst schriftliche und mündliche Prüfungen. Mit unseren Tipps und Beispielfragen bist Du optimal vorbereitet. Erfahre, worauf es ankommt, wie Du Deine Antworten strukturierst und welche Fragen in der mündlichen Prüfung häufig gestellt werden.
Der letzte Schritt auf dem Weg zum Steuerfachangestellten ist die Abschlussprüfung. Neben der schriftlichen Prüfung musst Du dann noch eine mündliche Prüfung ablegen, um dein Abschlusszeugnis zu bekommen.
Damit Du dabei optimal vorbereitet bist, geben wir Dir in diesem Beitrag Tipps und Tricks, wie Du am besten lernen kannst und worauf es bei der Prüfung ankommt. Wir wünschen Dir viel Erfolg!
Das Wissen, das Du während der Ausbildung erwirbst, qualifiziert Dich nicht nur für eine Tätigkeit in einer Steuerkanzlei, sondern eröffnet Dir auch Möglichkeiten in anderen Unternehmen. So kannst Du beispielsweise im Personalwesen arbeiten oder andere steuerrechtliche und betriebswirtschaftliche Aufgaben übernehmen. Um zur Prüfung als Steuerfachangestellter zugelassen zu werden, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, die in der Prüfungsordnung festgelegt sind.
Du wirst zur Prüfung zugelassen, wenn:
In der Regel erfüllst Du diese Voraussetzungen, wenn Du die duale Ausbildung zum Steuerfachangestellten erfolgreich durchläufst. Die Ausbildung findet sowohl in einer Steuerkanzlei als auch in der Berufsschule statt. Beide Institutionen sind mit den Anforderungen vertraut und unterstützen Dich dabei, diese bis zur Abschlussprüfung zu erfüllen.
Erst nach der Auswertung der schriftlichen Prüfungen wirst Du zur mündlichen Prüfung eingeladen, sofern Du den schriftlichen Teil bestanden hast.
In der mündlichen Prüfung geht es hauptsächlich darum, zu zeigen, dass Du mandantenorientiert arbeiten kannst und die erforderlichen Kompetenzen für den Beruf der/des Steuerfachangestellten besitzt. Dazu gehört nicht nur das Bearbeiten von Aufgaben, sondern auch das Planen, Umsetzen und Kontrollieren.
Es werden keine spezifischen Fächer oder theoretisches Wissen abgefragt. Stattdessen musst Du beweisen, dass Du die gelernten Inhalte verknüpfen, Zusammenhänge verstehen und anwenden kannst – besonders das Wissen im Steuerwesen ist hierbei von großer Bedeutung.
Die Prüfung wird von einem Gremium aus 3 bis 5 Prüfern abgenommen, darunter mindestens ein Mitglied der Steuerberaterkammer, ein Steuerberater und ein Fachlehrer. Einer der Prüfer führt ein Protokoll, während mindestens ein weiterer das Prüfungsgespräch leitet. In den meisten Fällen wirst Du Dich hauptsächlich mit einem Prüfer unterhalten, während die anderen zuhören oder Protokoll führen.
Zu Beginn der mündlichen Prüfung erhältst Du zwei Aufgabenstellungen, von denen Du eine auswählen sollst. Für die Bearbeitung hast Du 10 Minuten Zeit. Nutze diese Zeit, um Dir Stichpunkte zu den möglichen Lösungsansätzen zu machen und die wichtigsten Gedanken festzuhalten. Versuche keinen kompletten Text zu schreiben, da dafür die Zeit nicht reicht. Du sollst Deine Lösung frei präsentieren und nicht vorlesen.
Nach der Präsentation wirst Du in der Mündlichen Prüfung weitere Fragen aus dem Fragenkatalog für Steuerfachangestellte zu den Themen Deiner Ausbildung beantworten müssen. Dabei kann alles abgefragt werden, was Du während der Ausbildung gelernt hast. Erfahrungsgemäß konzentrieren sich diese Fragen vor allem auf steuerliche Themen.
In der mündlichen Prüfung zum Steuerfachangestellten werden Fragen gestellt, die Dein praktisches Verständnis und die Anwendung Deines Wissens in realen Situationen testen. Hier sind einige typische Beispielfragen, die in der mündlichen Prüfung vorkommen könnten:
Allgemeine Fragen zur Steuerpraxis:
Fragen zum Steuerrecht:
Fragen zur Einkommensteuer:
Fragen zum Rechnungswesen:
Mandantenorientierte Fragen:
Diese Fragen decken verschiedene Bereiche ab und sollen sicherstellen, dass Du nicht nur theoretisches Wissen hast, sondern auch in der Lage bist, dieses in der Praxis anzuwenden und verständlich zu kommunizieren.
Um Dich optimal auf die mündliche Prüfung als Steuerfachangestellte*r vorzubereiten, kannst Du folgende Schritte und Strategien nutzen:
Mit einer guten Vorbereitung und einem strukturierten Lernplan wirst Du in der mündlichen Prüfung gut bestehen.
Bei der mündlichen Prüfung kommt es vor allem darauf an, dass Du zeigen kannst, wie Du Dich im Berufsalltag im Umgang mit Mandanten und ihren Problemen präsentieren kannst. Wichtig ist deshalb, dass Du das gelernte Wissen nicht nur runterrattern, sondern auch einem Laien vermitteln kannst. Wir sind uns sicher, dass Du auch diese Hürde am Ende Deiner Ausbildung meistern wirst. Wir wünschen Dir alles Gute!

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