Steuerfachwirt:in – der nächste Karriereschritt nach der Ausbildung

Wie du Steuerfachwirt:in wirst, welche Voraussetzungen du brauchst und für wen sich der Weg lohnt
Steuerfachwirt:in – der nächste Karriereschritt nach der Ausbildung

Der Abschluss als Steuerfachwirt:in ist für viele Steuerfachangestellte der logische nächste Schritt auf der Karriereleiter. Er bringt dir mehr Verantwortung, anspruchsvollere Aufgaben – und bessere Verdienstmöglichkeiten. In diesem Beitrag erfährst du, ...

.. welche Voraussetzungen du mitbringen musst, wie der klassische Weg zur Prüfung aussieht und für wen sich die Fortbildung besonders lohnt. So kannst du entscheiden, ob der Steuerfachwirt deine nächste Station im Beruf sein soll.

1. Was macht eine Steuerfachwirt:in eigentlich?

Als Steuerfachwirt:in bist du die „Fortgeschrittenen-Version“ der Steuerfachangestellten. Du bearbeitest komplexere Fälle, betreust Mandate eigenständiger, bist oft erste Ansprechperson für Mandanten – und wichtige rechte Hand der Steuerberater:innen.

Typische Aufgaben:

  • Jahresabschlüsse und anspruchsvolle Steuererklärungen vorbereiten
  • laufende Finanz- und Lohnbuchhaltung mit höherer Verantwortung
  • Mandanten beraten (im Rahmen der beruflichen Befugnisse der Kanzlei)
  • Organisation im Team, Einarbeitung neuer Kolleg:innen

Du bleibst im Kanzleialltag – aber auf einem höheren fachlichen Niveau und oft mit mehr Entscheidungsspielraum.

2. Voraussetzungen: Wer kann Steuerfachwirt:in werden?

Die genauen Zulassungsvoraussetzungen regeln die Steuerberaterkammern. Typisch ist:

  • Abgeschlossene Ausbildung als Steuerfachangestellte:r
  • Mehrjährige einschlägige Berufspraxis nach der Ausbildung (zum Beispiel 2–3 Jahre, je nach Kammer und Bildungsanbieter)
  • Alternativ: andere kaufmännische Ausbildung plus längere praktische Tätigkeit im Steuerbereich

Praktisch heißt das: Erst ein paar Jahre solide Berufserfahrung sammeln, dann die Fortbildung starten. Viele beginnen parallel zum Job – mit Abend- oder Wochenendkursen oder berufsbegleitenden Lehrgängen.

3. Wie wird man Steuerfachwirt:in? Typischer Weg

Der Weg läuft meist in drei Schritten:

  1. Praxis sammeln: Du vertiefst dein Wissen in Buchführung, Lohn, Jahresabschluss, Steuererklärungen und Kanzleiorganisation.
  2. Fortbildung besuchen: Anbieter sind z. B. Steuerberaterverbände, Kammern, Fachverlage, private Bildungsträger oder Fernlehrinstitute. Formate: Präsenzkurse, Online-Lehrgänge, Kombimodelle
  3. Prüfung bei der Steuerberaterkammer: Am Ende steht eine öffentlich-rechtliche Prüfung (schriftlich und mündlich) vor der zuständigen Kammer.

Der Lernumfang ist deutlich höher als in der Ausbildung – die Fortbildung gilt als anspruchsvoll, ist aber mit einem guten Plan auch neben dem Job machbar.

4. Für wen lohnt sich der Steuerfachwirt?

Der Abschluss lohnt sich besonders, wenn du:

  • fachlich „mehr willst“ als reine Sachbearbeitung
  • in der Kanzlei eine Rolle mit mehr Verantwortung suchst
  • mittelfristig vielleicht Richtung Steuerberaterexamen gehen möchtest (der Steuerfachwirt ist dafür ein guter Zwischenschritt)

Viele Kanzleien unterstützen engagierte Mitarbeitende bei der Fortbildung – durch Kostenbeteiligung, Lernzeit oder flexible Arbeitszeiten. Frag aktiv nach – das zeigt auch deinen Karrierewillen.

5. Fazit

Der Steuerfachwirt ist der logische nächste Schritt nach der Ausbildung zur Steuerfachangestellten, wenn du dich fachlich weiterentwickeln und beruflich aufsteigen willst. Du brauchst Berufspraxis, Disziplin und Lust auf anspruchsvollere Fälle – bekommst dafür aber ein deutlich schärferes Profil und bessere Perspektiven. Sprich früh mit deiner Kanzlei über deine Pläne: Oft gibt es mehr Unterstützung, als du denkst.

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