Gehalt als Steuerfachangestellte/r: Was ist drin?

Was du in der Ausbildung verdienst, wie sich dein Gehalt entwickelt und welche Faktoren eine Rolle spielen
Gehalt als Steuerfachangestellte/r: Was ist drin?

Die Frage nach dem Gehalt ist zentral, wenn du dich für einen Beruf entscheidest. Als Steuerfachangestellte/r hängt dein Verdienst von Region, Kanzleigröße, Berufserfahrung und Qualifikation ab. Hier erfährst du, mit welchen Ausbildungsgehältern du in den drei Jahren rechnen kannst – und wie hoch ein Einstiegsgehalt nach der Ausbildung ausfällt.

1. Faktoren für die Höhe des Gehalts

Vorab gilt selbstverständlich: Die Höhe des Gehalts hängt von vielen Kriterien ab – insbesondere von der Ortsüblichkeit, deiner Berufserfahrung, deiner Abschlussnote und Spezialkenntnissen. In Großstädten mit höheren Lebenshaltungskosten liegen die Gehälter tendenziell über denen im ländlichen Raum. Außerdem zahlen größere Kanzleien oder spezialisierte Einheiten oft etwas mehr als sehr kleine Büros.

2. Orientierungswerte

Für die Ausbildung geben die Steuerberaterkammern Orientierungswerte vor, an denen sich viele Kanzleien in der Praxis orientieren. Aktuelle Empfehlungen liegen typischerweise etwa

  • bei 1.100–1.150 Euro brutto im 1. Ausbildungsjahr,
  • rund 1.200–1.225 Euro im 2. Jahr und
  • ungefähr 1.300 Euro im 3. Ausbildungsjahr.

Andere Übersichten nennen ähnliche Spannen:

  • grob 1.000–1.400 Euro im 1. Jahr,
  • 1.100–1.450 Euro im 2. Jahr und
  • 1.200–1.500 Euro im 3. Jahr – je nach Region und Kanzlei.

Wichtig: Das sind typische Bandbreiten, der konkrete Betrag wird zwischen dir und der Kanzlei individuell vereinbart.

3. Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung steigst du als fertig ausgebildete Steuerfachangestellte in den Beruf ein. Verschiedene Gehaltsanalysen kommen hier auf leicht unterschiedliche, aber ähnliche Größenordnungen.

Laut aktuellen Auswertungen liegt das Einstiegsgehalt häufig zwischen etwa 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat, also grob 30.000 bis 38.000 Euro brutto im Jahr – abhängig von Region, Kanzleigröße und Spezialisierung. Andere Quellen nennen für Berufseinsteiger durchschnittliche Jahresgehälter um 36.000–38.500 Euro, was etwa 3.000–3.200 Euro brutto im Monat entspricht. Realistisch ist also: In eher ländlichen Regionen oder sehr kleinen Kanzleien startest du eher im unteren Bereich dieser Spanne, in Großstädten oder spezialisierten Einheiten entsprechend höher.

4. Mit wachsender Berufserfahrung

Mit wachsender Berufserfahrung kann dein Gehalt deutlich anziehen: Erhebungen nennen durchschnittliche Monatsgehälter von rund 3.100–3.700 Euro, in manchen Bundesländern und Großstädten auch darüber. Wenn du eigene Mandate verantwortest, dich auf Bereiche wie Lohn, internationales Steuerrecht oder Digitalisierung spezialisierst oder Fortbildungen wie den Steuerfachwirt machst, verbesserst du deine Verhandlungsposition zusätzlich.

Wichtig bleibt: Gehalt ist Verhandlungssache. Dabei kann Verhandlungsgeschick hilfreich sein. Zusatzqualifikationen sowie gute Prüfungsnoten stärken dein Profil. In den Erfahrungsberichten junger Fachangestellter hört man oft, dass sie bereits in den ersten Berufsjahren Gehaltssprünge durch mehr Verantwortung oder Kanzleiwechsel erlebt haben.

5. Fazit

Als Steuerfachangestellte/r kannst du mit einer soliden, planbaren Vergütung rechnen: In der Ausbildung steigen deine Bezüge Jahr für Jahr, und beim Berufseinstieg sind – je nach Standort und Kanzlei – rund 2.500 bis 3.200 Euro brutto im Monat ein realistischer Rahmen. Mit Berufserfahrung, Spezialisierungen und Fortbildungen wie dem Steuerfachwirt oder später dem Steuerberaterexamen eröffnest du dir weitere Spielräume nach oben.

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