
Antonia Rondón Díaz (ehem. Schmidt) ist Rechtsanwältin in der Praxisgruppe »Tax & Private Clients» im Berliner Büro von Noerr. Nach der Probezeit möchte sie für mehrere Monate ins Ausland wechseln.
TaxTalents: Wie war Ihr ursprüngliches Arbeitsumfeld und warum haben Sie gewechselt?
Antonia Rondón Díaz: Noerr ist meine erste Stelle als Anwältin. Vor dem Einstieg bei Noerr habe ich meine Dissertation geschrieben. Ich habe zuvor schon in verschiedenen Großkanzleien im Bereich Steuerrecht als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet, sodass ich den Kanzleialltag und verschiedene Aufgabenbereiche bereits vorher kennen und schätzen lernen durfte.
TaxTalents: Wie haben Sie den Job gefunden?
Rondón Díaz: Ich habe bei Noerr am Standort Berlin vor zwei Jahren bereits neben meiner Promotion als wissenschaftliche Mitarbeiterin sechs Monate lang gearbeitet. So konnte ich einen Eindruck von dem Fachbereich, der Tätigkeit und Zusammenarbeit gewinnen. Als sich die Fertigstellung meiner Doktorarbeit näherte, bin ich dann wieder mit dem Fachbereich in Kontakt getreten und habe ein Job-Angebot erhalten.
TaxTalents: Was hat Sie überzeugt, das Angebot anzunehmen?
Rondón Díaz: Besonders überzeugt hat mich die Vielfalt und Komplexität der zu bearbeitenden Mandate. In meiner Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin habe ich bemerkt, dass viele interessante steuerrechtliche Fragestellungen zu bearbeiten sind und man sich nicht nur auf einen Fachbereich spezialisieren muss. Das finde ich besonders spannend, da man immer wieder etwas Neues lernt und es nie langweilig wird.
TaxTalents: Was schätzen Sie im Moment besonders?
Rondón Díaz: Neben dem angenehmen Arbeitsklima schätze ich insbesondere die Flexibilität. So kann man selbst einteilen, an welchen Tagen man im Home-Office arbeiten möchte.
TaxTalents: Was erwarten Sie nach der Probezeit? Einen Bonus oder andere Benefits?
Rondón Díaz: In der Zukunft würde ich sehr gerne ein Secondment absolvieren. Noerr bietet die spannende Möglichkeit, für drei Monate bei einem internationalen Mandanten oder einer ausländischen Partnerkanzlei im Rahmen eines Secondments zu arbeiten.
TaxTalents: Was sind Ihre weiteren beruflichen Ziele?
Rondón Díaz: Gerne möchte ich meine anwaltliche Tätigkeit im internationalen Bereich ausbauen. Aufgrund meiner Fach- und Sprachkenntnisse interessieren mich internationale und grenzüberschreitende Sachverhalte besonders.
TaxTalents: Noch ein Wort zu Ihrem Privatleben - was tun Sie da gern?
Rondón Díaz: Ich habe viele verschiedene Interessen. Ich übe Dressurreiten aus und tanze gerne Salsa. Außerdem liebe ich es, zu verreisen und so neue Kulturen kennenzulernen. Ich bin sehr sprachbegeistert und erlerne immer wieder neue Sprachen. Aktuell interessiere ich mich für Portugiesisch und Italienisch.
TaxTalents: Gibt es einen Rat, den Sie anderen Berufsein- und Umsteiger*innen geben möchten?
Rondón Díaz: Vertraut auf Eure Fähigkeiten und Kenntnisse. Zögert nicht, nachzufragen, wenn ihr Euch mal unsicher seid. Auch wenn es auf der Arbeit mal etwas stressiger wird, achtet auf die Work-Life-Balance.
Um eine Ausbildung zur/zum Steuerfachangestellten zu starten, brauchst du keinen fest vorgeschriebenen Schulabschluss – in der Praxis werden aber häufig ein mittlerer Abschluss oder Abitur erwartet. Genauso wichtig sind persönliche Eigenschaften wie Sorgfalt, Durchhaltevermögen und Freude am Umgang mit Menschen.
Mehr lesenWas machst du eigentlich konkret als Steuerfachangestellte/r? Dieser Beitrag zeigt dir anhand typischer Aufgaben, wie dein Arbeitsalltag aussehen kann – von Finanzbuchhaltung und Steuererklärungen über Lohn- und Gehaltsabrechnungen bis hin zu Fristen, Telefonaten und Mandantenkontakt.
Mehr lesenDu suchst einen Beruf, der krisensicher ist, dir viele Türen öffnet und trotzdem nicht nach trockener Theorie aussieht? Als Steuerfachangestellte/r arbeitest du mitten im Wirtschaftsleben, unterstützt Unternehmer, Freiberufler und Privatpersonen und bist gefragte Fachkraft in tausenden Kanzleien in ganz Deutschland.
Mehr lesen
Die Studie „Lünendonk-Dossier 2025: Zukunft der Steuerberatung“ macht deutlich: Die Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel – getrieben durch Überalterung, fehlenden Nachwuchs und Digitalisierung. Routineaufgaben wandern in die Cloud, während Beratung und Interpretation immer wichtiger werden.
Mehr lesen
Der 1. Mai ist der gesetzliche „Tag der Arbeit“ und steht für faire Arbeitsbedingungen. Der Beitrag zeigt, welche Rolle Arbeitsbelastung, Organisation, Digitalisierung und Fachkräftemangel in Steuerkanzleien spielen – besonders für Auszubildende und junge Steuerfachangestellte.
Mehr lesen