
Während der Fachkräftemangel weiterhin sein Unwesen treibt, sind viele Kanzleien in Eile auf der Suche nach Lösungen. Ein Quereinstieg in die Steuerbranche scheint eigentlich total unrealistisch, doch genau hier könnte eine mögliche Lösung für das große Problem liegen. Wir schauen uns die Möglichkeiten an.
Immer mehr Kanzleien geben an, in den nächsten Jahren an der Hürde des Fachkräftemangels zu scheitern. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht, die hohe Durchfallquote - gerade bei der Steuerberaterprüfung - sorgt dafür, dass es nicht so viele Nachkömmlinge gibt. Unabhängig davon, dass immer weniger junge Menschen die Steuerbranche als erstrebenswert betrachten.
Die Antwort ist ganz einfach: bewerben. Die Überzeugung erfolgt, wie in anderen Branchen, im Vorstellungsgespräch. Wichtig ist, dass ein grundlegendes technisches Verständnis durchaus bereits ausreichen kann, um viele Dinge intern zu lernen und sich in die Thematiken einzuarbeiten. Dazu gehören zum Beispiel:
Dafür ist es nicht essenziell, ein Experte in Steuerrecht zu sein. Eine hohe Motivation und der Wille zu lernen, sind ausschlaggebend.
Das Einstiegsgehalt hängt weiterhin davon ab, welche Erfahrungen in den einzelnen Tätigkeitsfeldern vorliegen. Orientieren kann man sich hier an den üblichen Einstiegsgehältern nach einer Ausbildung (zum Beispiel als Steuerfachangestellte) in der Steuerbranche, wenn geeignete Berufserfahrung vorliegt und nicht bei 0 angefangen werden muss. Typisch ist also:
Gute Voraussetzungen hast du, wenn du:
In diesem Fall, wie wahrscheinlich sonst nie, kein Steuerwissen. Am wichtigsten ist eine hohe Zuverlässigkeit, grundlegende Genauigkeit und eine hohe Lernbereitschaft um sowohl kurz-, mittel- als auch langfristig ein wichtiger Baustein in der Kanzlei zu werden.
Die Steuerbranche gilt nicht mehr als geschlossener Berufszirkel, der Fachkräftemangel ermöglicht viel mehr Optionen - sowohl für Kanzleien und für Quereinsteiger:innen.

Die Steuerberatung war immer eine Branche im Wandel. Gesetze, wirtschaftliche Entwicklungen und internationale Verflechtungen sorgen dafür, dass sich auch die Anforderungen an Steuerexperten verändern. Während sich viele Tätigkeiten stark um Deklaration und klassische Steuerberatung drehten, verschiebt sich der Fokus zunehmend in die strategische Beratung.
Mehr lesenAn der Hochschule RheinMain in Wiesbaden wurde ein neuer dualer Studiengang für Steuerrecht akkreditiert, der im Wintersemester 2026/2027 startete. Der Studiengangsleiter für Business & Law in Accounting and Taxation, Prof. Dr. Christian Fink, erklärt, weshalb es Bedarf gab und stellt die Besonderheiten vor.
Mehr lesen
Der Fachkräftemangel stellt Steuerkanzleien zunehmend vor Herausforderungen. Eine Lösung gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung: der Quereinstieg. Menschen mit Berufserfahrung aus anderen Branchen entscheiden sich bewusst für einen Wechsel in die Steuerberatung – und bringen wertvolle Kompetenzen mit. Doch wie gelingt dieser Einstieg in die Praxis?
Mehr lesen
Der Einstieg in die Steuerberatung ist für viele ein echter Reality-Check. Nach Ausbildung oder Studium beginnt ein Job, der fachlich anspruchsvoll ist und gleichzeitig ein hohes Maß an Genauigkeit verlangt. Viele starten motiviert, strukturiert und mit dem Anspruch, alles richtig zu machen. Und genau darin liegt oft das erste Problem.
Mehr lesen
Die Studie „Lünendonk-Dossier 2025: Zukunft der Steuerberatung“ macht deutlich: Die Branche steht vor einem tiefgreifenden Wandel – getrieben durch Überalterung, fehlenden Nachwuchs und Digitalisierung. Routineaufgaben wandern in die Cloud, während Beratung und Interpretation immer wichtiger werden.
Mehr lesen