
Global Mobility bietet spannende Karrierechancen, bringt aber auch steuerliche, rechtliche und soziale Risiken für Arbeitnehmer:innen. Erfahre, welche Fallstricke im Ausland lauern und wie du dich mit den richtigen Absicherungen vor finanziellen Verlusten und Unsicherheiten schützt.
Gerade zu Zeiten der Pandemie sind sehr viele Leute in den Genuss von Homeoffice oder sogar Workation – wenn es möglich war – gekommen. Für einige ist das einstige Privileg zur Selbstverständlichkeit oder gar Anforderung geworden. Das stellt Kanzleien und Arbeitgebende vor viele Herausforderungen.
,,Global Mobility“ umfasst alle Aspekte der internationalen Mitarbeitendenmobilität. Das bedeutet zum Beispiel den zeitweisenden oder dauerhaften Aufenthalt von Mitarbeitenden im Ausland. Dies betrifft unter anderem Dienstreisen, grenzüberschreitende Projekte oder remote work.
In diesem Kontext geht es also nicht nur um Steuern. Auch Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Vergütung und Benefits greifen in das System ein. Wir werfen einen Blick drauf.
Das hat viele Gründe. Mitunter entscheidend ist der globale Fachkräftemangel, viele Firmen entscheiden sich dahingehend für eine internationale Rekrutierung und ermöglichen Fachkräften, vollständig aus dem Ausland zu arbeiten.
Auch ein Faktor sind die Konzernstrukturen, denn große Unternehmen haben häufig internationale Teams aus vielen Ländern. Das führt unter anderem zu regulatorischen Verschärfungen. Finanzämter weltweit prüfen stärker, ob durch mobiles Arbeiten Betriebsstätten oder steuerliche Verpflichtungen entstehen.
Einkommenssteuer:
Sozialversicherung:
Lohnsteuer & Payroll:
Betriebsstättenrisiko:
Die Global Mobility beinhalt auch viele Risiken und Fallstricke, auf die es zu achten gilt. Dazu gehört die ungeplante Steuerpflicht, die zum Beispiel durch Homeoffice-Tage im Ausland greift. Auch die fehlerhafte Payroll, also Strafen für Arbeitgeber, wenn die Lohnsteuer im Ausland nicht abgeführt wird.
Und auch die Image- bzw. Mitarbeitendenbindung kann zu Schaden kommen: eine schlechte Steuerplanung kann zu finanziellen Verlusten für Expats führen und die Attraktivität des Arbeitgebers deutlich schmälern.
Vorteile:
Risiken:
In der Zeit der stetigen Globalisierung, in der wir uns befinden, wird das Thema Global Mobility stets heiß bleiben. Leute wollen – auch und vor allem – in ihrem Berufsleben die Freiheit von remote work genießen und sich nicht zwingend auf einen Arbeitsplatz festlegen müssen.
Wer früh Mitarbeitende hinsichtlich remote work und eventuell, je nach Möglichkeit, Global Mobility fördert, hat gute Chancen, sich der Konkurrenz gegenüber einen großen Vorsprung zu verschaffen.

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