
Die Steuerbranche befindet sich in einer Phase massiver Veränderungen. Vom konservativen Berufsfeld mit Papierkram bewegt sie sich nun in Richtung neuer Technologien und künstlicher Intelligenz. Durch den Generationenmix entstehen nicht nur neue Herausforderungen, es bieten sich auch viele Chancen – gerade für Young Professionals.
Als Young Professionals gelten Berufseinsteigende, die am Anfang ihrer Karriere stehen und in der Regel bereits ein bis fünf Jahre nach Studium oder Ausbildung im Beruf tätig sind. Daher handelt es sich hier nicht konkret um ein Alter, sondern vielmehr um eine berufliche Entwicklungsphase. Young Professionals gelten als gut ausgebildete Nachwuchskräfte.
Frühe Führung lässt sich auf drei Trends zurückführen, die gerade die jüngere Generation mit sich bringt.
Komplexität:
Fachwissen ist nicht mehr zwingend linear aufgebaut. Wer sich in Spezialthemen, wie zum Beispiel ESG oder künstlicher Intelligenz, weiterbildet, wird häufig für Meinungen eingeholt, unabhängig von der Position im Unternehmen.
Technologiewandel:
Jüngere Mitarbeitende haben häufig ein intuitives Verständnis für Tools, Datenlogik und digitale Workflows oder zumindest eine hohe Bereitschaft, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Dieses Wissen ist wertvoll.
Projektorientiertes Arbeiten:
Statt sich lediglich auf seine eigenen Aufgaben zu konzentrieren besteht Arbeit aus teamübergreifenden Projekten, in denen alle temporär eine Führungsrolle übernehmen - die sogenannte laterale Führung.
Klarheit schaffen – strukturieren statt abwarten:
Wissen aktiv teilen:
Verantwortung übernehmen, ohne gefragt zu werden:
Kommunikation beherrschen:
Den Überblick behalten:
Feedback einholen und geben:
Kanzleien profitieren enorm von Young Professionals, die informell führen. Denn: es ist weniger Abstimmungsaufwand nötig, was häufig auch mit höherer Zufriedenheit bei Mandant:innen verbunden ist. Außerdem führt es zu schnelleren Projektabläufen, mehr Innovationskraft und bietet den Seniors viel Entlastung. Es zeigt, dass Nachwuchskräfte wie Berater:innen denken und nicht wie reine Sachbearbeitende, die sich nur mit ihren Aufgaben beschäftigen.
Neben vielen Vorteilen, die die Kanzlei und Kolleg:innen durch Young Professionals haben, ist auch ein richtiger Karriereschub möglich. Berufseinsteiger mit dieser Kompetenz werden schneller ins Vertrauen genommen, sie bekommen die besseren Projekte, werden zu internen Ansprechpartner:innen und sind sichtbarer. Oft dauert es daher zwei bis drei Jahre bis zum Senior, Projektleiter:in oder zum Teamlead. Wer Struktur schafft, Wissen teilt und Verantwortung übernimmt, wird automatisch zur Führungsperson, ganz unabhängig vom Karrierestand. Diese Art von Leadership ist genau das, was moderne Kanzleien suchen: Menschen, die mitdenken, gestalten und andere besser machen.

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